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Bambi das Reh(a)kitz
Ach ja, was waren das für Zeiten als Bambi noch ein unschuldiges Rehkitz war. Jeder zückte ein Taschentuch und trocknete die salzigen Sturzbäche aus den Tränensäcken, als das Kleine seine Mutter verlor. Und nun? Was ist Bambi heute? Eine in Gold gegossener, trauriger Rest im Rehkostüm. Krampfhaft international aufgepeppt, verliehen scheinbar nach Anwesenheit im Märchenland. Britney kommt nach Offenburg und bekommt das Rehkitz. Ja, auch sie hat ihre Unschuld verloren und bekommt das Kitz als Rehamaßnahme zur Unterstützung ihres internationalen Pop. Aber neben dem schönen interkontinentalen Schein mit Britney, Meg Ryan und Keanu Reeves gibt es ja Gott sei Dank auch im eigenen Lande verdiente Künstler. Das „tapfere Metzgerlein“ Raab hätte sieben auf einen Streich verdient für all seine Events und den Humor, den er an den Tag legt, wenn er selbst Zielscheibe der Satire wird. Auch Til Schweiger darf man danken, für unermüdlichen Einsatz im deutschen Kino. Da kann man die bösen Märchen, wie der gottlose „FarCry“ Kinofilm mit Schweiger gerne mal vergessen. Stattdessen freuen wir uns auf das märchenhafte „Keinohrhasen 2“. Ansonsten? Alles ein wahres Märchen. Schöne Kleider, schöne Menschen und ein immerschöner Hardy Krüger, der den Preis für sein Lebenswerk bekommen hat. Warum verlassen wir also immer das Land der Märchen und Sagen und schauen über den großen Tümpel? Auch hier gibt es durchaus Sehenswertes, wenn man von falschen Wimpern und falschen Tränen auf dem roten Teppich und der Bühne mal absieht. Wird dies nur zu wenig gewürdigt? Warum sollte man ein Reh mit fremden, internationalen Federn schmücken? Es ist doch Bambi, das kleine, unschuldige Rehkitz und nicht die goldene Gans. Ich werde nächstes Jahr einfach die Bambi-DVD schauen und echte Tränen weinen.
Grimms tägliche Märchen – Der gute Hirte
Gibt es doch noch Märchen? Unsere Zeit hat nicht mehr viel Märchenhaftes. Mal abgesehen von den Märchen die man sich täglich aus der Politik anhören darf. Aber letzen Samstag, am späten Abend wurde ein Märchen war. Das Märchen des armen Hirten der mit seiner Mundharmonika durch die Lande zog um Bruce und andere „Nah am Wasser“ -Bewohner glücklich zu machen. Michael Hirte wird das Supertalent. Endlich mal ein Schicksal das alle bewegt und dafür sorgt das sich Geldbeutel und Quote ins Unendliche öffnen. Und jetzt? Leider war dieser Gewinn nicht der Höhepunkt dieses Märchens. Nur ein Absatz irgendwo in der Mitte der Geschichte. Kaum Superkönig, schon in einer großen Tageszeitung zur armen 100.000 € Sau abgestempelt. Bei den Gebrüdern Grimm gab es so was nicht. Da wurde einer zum König und lebte bis ans Ende seiner Tage glücklich. Herr Hirte kann davon leider nur träumen. Offenbarungseid, Ex-Frau die ihre Hand aufhält, Hartz-IV gestrichen und eine Zeitung die ihre Gefolgschaft darüber aufklärt was für ein armes Schaf der Hirte ist. Nichts bleibt übrig, nichts wie es war und nichts ist schöner als der Neid der Untertanen. Warum kann man einen Menschen der so einen Weg gegangen ist nicht einfach mal leben lassen? Nur für einen Moment? Schon vor dem Finale wurde er als Alkoholiker und Schläger abgestempelt. Man muss halt nur im Dreck wühlen, dann findet man mehr Dreck. Schade, dass es scheinbar nicht mehr möglich ist ein märchenhaftes Finale hinzulegen. Kann man nur hoffen das Oberkönig B. nun zum schützenden Hirten für Michael Hirte wird und er nicht, wie in einem bekannten Weihnachtsmärchen aus der Bibel, in den Stall ziehen muss und seinem Stern nur noch hinterher schauen kann. Amen Maria! (gesungen nicht auf Mundharmonika gespielt)
Willkommen in meiner Welt – Willkommen auf der dunklen Seite des Bruders
So … da bin ich nun… ich komme allein – ohne Gebrüder -
und nicht nur in Frieden.. doch ihr werdet schon sehen was der
Bruder euch mitbringt…
Tretet ein in die Bruderschaft…




